Hosentaschen-Web
Das mobile Internet hat den Weg in unseren privaten und beruflichen Alltag gefunden. Scherzhaft wird schon vom Hosentaschen-Web gesprochen. Denn mit einem Griff in die Tasche ist man überall online. E-Mails, Bankgeschäfte oder Fußballergebnisse sind immer und überall abrufbar. Möglich macht es die rasante Smartphone-Verbreitung. Sie ist so schnell, dass kaum eine Studie einen aktuellen Überblick liefern kann. Verlässt man sich auf sein Gefühl, dann hat bald jeder ein Smartphone in der Tasche. Wer dennoch Zahlen braucht, der findet im Geschäftsbericht von Apple einen Anhaltspunkt: 17,07 Millionen iPhones sind allein zwischen Oktober und Dezember 2011 über die Ladentheken dieser Welt gewandert (Apple, 2011). Weniger als drei Monate hätten also gereicht, damit sich jeder der ca. 16 Millionen Bürger der Niederlande ein iPhone ans Ohr halten könnte. Nur um ein Gefühl zu bekommen.
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Zurück in den Hörsaal
Gastvorlesungen und Projektbetreuungen an der Hochschule Fresenius Köln sicherten bereits den wertvollen Austausch zwischen Theorie und Praxis. Nun folgt die Agentur einer Anfrage der Hochschule und übernimmt mit Tim Tiede eine Dozentenstelle. Im Schwerpunkt Consumer Psychology und Marketing Management vermittelt er zukünftig die unternehmens- und agenturspezifischen Anforderungen des Communication Managements. Parallel dazu versorgt lessingtiede die Studenten mit einer Case Study. Hauptthema werden die speziellen Aufgabenstellungen des Communication Managements. Außerdem wird das Agentur Management als solches anhand der speziellen Aufgaben- und Arbeitsfelder vertieft, insbesondere in Hinblick auf die Produkt- und Dienstleistungspolitik von Agenturen. Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Studierenden die wichtigsten Instrumente zum Management einer Kommunikationsabteilung in einem Unternehmen und dem Management einer Agentur erlernen. Mit der begleitenden Case Study sollen die Studierenden zur praxisgerechten Abwicklung wirtschaftspsychologischer Fragestellungen befähigt werden.
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Events als Markenbotschafter
Kurios, dass gerade Facebook eine neue Eventform zutage bringt: die Facebook-Party. Offensichtlich ersetzen virtuelle Plattformen das Verlangen nach realen Begegnungen nicht. Vielmehr helfen sie dabei, wenn sich möglichst viele Menschen spontan verabreden wollen. Zu einem Flashmob zum Beispiel. Auf www.flash-mob.de finden sich unzählige und völlig verrückte Eventtermine, die keinen erkennbaren Zweck erfüllen. Warum bestellen über 10.000 Menschen zur selben Uhrzeit einen Hamburger in einer McDonald‘s-Filiale? Weil sie von etwas erzählen möchten! Deswegen gehen sie wahrscheinlich auch nicht alleine hin, sondern gleich mit mehreren Freunden. So kann man sich später gegenseitig an das einmalige Erlebnis erinnern. Denn der skurrile Moment wird sich nie wieder reproduzieren lassen. Es ist das Verlangen nach der Einmaligkeit. „Man bastelt, noch während man was erlebt, am Drehbuch der späteren Erzählung“, sagt der Soziologe Gerhard Schulze in einem brandeins-Interview. Und genau damit erklärt er auch, warum Unternehmen großzügig in Marketing-Events investieren. Wenn sich Produkte in objektiver Qualität nicht mehr unterscheiden, dann seien Erlebnisse und Erzählungen, die sich an die Marke knüpfen, immer wichtiger. Events gewinnen offenbar an Bedeutung, wenn es um den effektvollen Transport einer Botschaft geht.
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